Alles neu macht der Mai…

Jahaaaa, die, die mich kennen, werden jetzt sicherlich genervt mit den Augen rollen und sagen: Och nöööö… Nicht schon wieder!

Aber ich habs getan. Mal wieder. 😀 Nein, damit meine ich nicht, dass ich kleine Kinder gefressen oder rechtsdrehend meinen Namen im Mondlicht am Freitag den 13. getanzt habe, sondern ich habe (mal wieder) renoviert.

Alte Tapete runter, Wand verspachtelt, Tiefengrund drauf und neu gestrichen. Und wo ich eh schon dabei war, ist nun auch unser Schuhschrank dank Acrylfarbe einheitlich (mit der Kommode) angepinselt worden.

Im gleichen Atemzug hat das Kind direkt mal Nachhilfe in Sachen „Wie bekomme ich festgepappte Tapete von der Wand?“ und „Wofür ist eigentlich Tiefengrund?“ bekommen.Geworden ist´s ein Bordeuxrot und eine Wand in Grau.

Und endlich, endlich haben meine Schmetterlinge und Fledermäuse auch einen würdevollen Platz gefunden. Zuvor lagen sie nämlich, dank fehlendem Platz an der Wand, traurig in der Schublade rum.

Ein Blumenkübel wurde dan Acrylfarbe passend zur Kommode als Schirmständer umfunktioniert und selbst dem Gatten, der vorher ein wenig skeptisch über die massive Fledermausinvasion war, gefällt es. Klassenziel erreicht. 😀

Frühlingserwachen

Ich mag den Frühling ja. Solange es nicht zu warm ist oder diese kleinen Pollenbiester durch die Gegend fliegen, die sorgen nämlich leider regelmäßig für dicke Augen, miese Stimmung und feinste Niesanfälle.

Obwohl der Herbst und auch der Winter meine absoluten Favourites sind, finde ich es toll, der Natur beim Erwachen zuzuschauen. Daher hier einfach nur ein paar Fotos die ich auf dem Weg zur Arbeit zwischen Tür und Angel geschossen habe:

 

Tierisches

Da isses wieder, das Internet. Okay, wir sind schon etwas länger wieder www-fähig, aber wie das so ist: Gefühlt gibt es immer drölfzigtausend Dinge die „Hier“ schreien, wenn man sich grade gemütlich mit ner Tasse Kaffee vor den Schlepptop setzt.

Unsere tierischen Mitbewohner zum Beispiel, denn da wären:

Unsere Katzendamen Finja (sibirische Waldkatzenmix, schwarz, 8 Jahre) und ihre Mutter Abahachi (sibirische Waldkatze, getigert, ca. 15 Jahre alt). Abahachi gehörte ursprünglich einer Nachbarin, entschloss sich 2006 aber dort aus- und bei uns einzuziehen. Eines Abends stand sie vor unserer Balkontür und ging nicht mehr weg, wahrscheinlich war es ihr in ihrer Ursprungsfamilie mit 5 Kids und hyperaktivem Hund einfach zu trubelig. Also entschieden wir gemeinsam mit der Familie, das Tigertier bei uns wohnen zu lassen. Eine Entscheidung die ich nie bereut habe.

Nachdem sie uns im Dezember 2006 unkastriert entwischte, folgte im Februar 2007 eine pelzige, schwarze Überraschung im Flurschrank und damit auch Familienzuwachs.

Abahachi, auch genannt „Fressschnecke“ oder „Cevapcici“ (hier mal ein Dank an die Schwiegeromi, die uns minutenlang von Cevapcici erzählte die angeblich so laut miaut. Es dauerte bis wir darauf kamen, dass sie von „Abahachi“ spricht), ist mittlerweile, so vermute ich, leicht dement. Jeden Abend, wenn es dunkel ist und wir im Bett liegen geistert sie ein, zwei Minuten lang laut jaulend durch die Wohnung.

Nach einem (liebevoll) gebrüllten „Ruhe jetzt!“ herrscht dann aber meist wieder Ruhe. Sie steht total auf Schnürsenkel, Butter, Kartons, Laserpointer und am Ohrläppchen rumnuckeln (ich mag das nicht. Trotzdem schleicht sie sich häufig, natürlich ganz unauffällig, immer näher an das Ohr heran. Und sollte man auf der Couch eingeschlafen sein, dann viel Spaß beim Katzensabber entfernen… 😀 ).

Finja, auch ganz liebevoll „Fetti“ genannt, ist unsere Prinzessin auf der Erbse. Fremde Menschen sind grundsätzlich doof und werden ordentlich angefaucht, das Lieblingsspielzeug fliegt oft meterweit durch die Luft und vor dem Schlafen wird jede Decke in Reichweite fein säuberlich über den pelzigen Hintern gezogen.

Was beide gemeinsam haben ist die unbändige Leidenschaft, jede Art von Hausputz zu boykottieren.

Frisch geputzt? Egal, ich latsch zwanzig Mal über das feuchte Laminat und schleppe Katzenstreu einmal quer durch die komplette Bude.

Teppiche frischgewaschen? Kein Ding. Ich kotz da einfach mal drauf, hab es extra für den Moment zurückgehalten. Keine Teppiche da? Ich nehm auch gern den Sessel. Hauptsache schön warm unterm Hintern und du regst dich so lustig auf…

Du willst gleich kochen? Ich helf dir und fresse schonmal die fleischige Beilage. Guck mal, musste nicht mehr anbraten. Haste wieder Arbeit gespart. Ist doch toll!

Du suchst deine Haargummis? Ich weiß wo die sind. Aber ich sags dir nicht, damit du dich irgendwann mal richtig freust wenn du sie hinterm Klavier links findest. Ausserdem fliegen die so schön…

Du hast neue Pflanzen auf der Fensterbank? Nicht mehr lange. Ich puschel da einfach mal vorbei, reiße mit meinem pelzigen Hintern alles von der Fensterbank und gucke ganz erschrocken. Zimmerpflanzen werden eh überbewertet…

Wahrscheinlich weiß jeder Katzenbesitzer was ich sagen möchte. So lieb ich die beiden auch habe, manchmal könnte ich echt… 😉

 

Wer bin ich und was will ich eigentlich…?

Diese Fragen hat sich wohl schon jeder von uns gestellt und die Antwort darauf, wer man eigentlich ist und was man eigentlich will, gleicht manchmal einer ewigen Suche. Ich für meinen Teil weiß wer ich bin und was ich will. Ich bin ein ewiges Kind, trotz meiner 32 Lebensjahre, ich bin manchmal verloren im Lebensstrudel aber dennoch die stetige Konstante im Leben meiner Familie und Freunde.

Ich bin glücklich verheiratet, Mama eines vorpubertären 11-jährigen, Ratgeber, Seelentröster und eine Träumerin. Tanzen ist meine Therapie, Musik meine große Leidenschaft. Ich bin Anna, eine stetig Suchende nach den Feinheiten und Wundern des Lebens.

Und was will ich? Ich will leben, mich selbst verwirklichen, mit mir im Reinen sein. Daran arbeite ich, täglich. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Mein Zuhause ist das „Grufti-Sein“, schwarz ist für mich nicht einfach nur eine Farbe, vielmehr ist es meine Lebensphilosophie, mein Lebensmittelpunkt. Man findet mich in dunklen Clubs aber auch zwischen Blümchenhemden und Caroröcken auf Kulturabenden der Schule. Natürlich in Schwarz.

Beruflich, man mag es kaum glauben, betreue ich Senioren in ihren eigenen vier Wänden und ermögliche ihnen so, ihren Lebensabend so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu verbringen. Ich liebe meinen Beruf, sowohl Freud als auch Leid welches dieser mit sich bringt. Ich tröste, lache, helfe, ermutige und lerne.

Und jetzt blogge ich auch noch. Sowas aber auch… 🙂

Cheers, Anna

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