Tierisches

Da isses wieder, das Internet. Okay, wir sind schon etwas länger wieder www-fähig, aber wie das so ist: Gefühlt gibt es immer drölfzigtausend Dinge die „Hier“ schreien, wenn man sich grade gemütlich mit ner Tasse Kaffee vor den Schlepptop setzt.

Unsere tierischen Mitbewohner zum Beispiel, denn da wären:

Unsere Katzendamen Finja (sibirische Waldkatzenmix, schwarz, 8 Jahre) und ihre Mutter Abahachi (sibirische Waldkatze, getigert, ca. 15 Jahre alt). Abahachi gehörte ursprünglich einer Nachbarin, entschloss sich 2006 aber dort aus- und bei uns einzuziehen. Eines Abends stand sie vor unserer Balkontür und ging nicht mehr weg, wahrscheinlich war es ihr in ihrer Ursprungsfamilie mit 5 Kids und hyperaktivem Hund einfach zu trubelig. Also entschieden wir gemeinsam mit der Familie, das Tigertier bei uns wohnen zu lassen. Eine Entscheidung die ich nie bereut habe.

Nachdem sie uns im Dezember 2006 unkastriert entwischte, folgte im Februar 2007 eine pelzige, schwarze Überraschung im Flurschrank und damit auch Familienzuwachs.

Abahachi, auch genannt „Fressschnecke“ oder „Cevapcici“ (hier mal ein Dank an die Schwiegeromi, die uns minutenlang von Cevapcici erzählte die angeblich so laut miaut. Es dauerte bis wir darauf kamen, dass sie von „Abahachi“ spricht), ist mittlerweile, so vermute ich, leicht dement. Jeden Abend, wenn es dunkel ist und wir im Bett liegen geistert sie ein, zwei Minuten lang laut jaulend durch die Wohnung.

Nach einem (liebevoll) gebrüllten „Ruhe jetzt!“ herrscht dann aber meist wieder Ruhe. Sie steht total auf Schnürsenkel, Butter, Kartons, Laserpointer und am Ohrläppchen rumnuckeln (ich mag das nicht. Trotzdem schleicht sie sich häufig, natürlich ganz unauffällig, immer näher an das Ohr heran. Und sollte man auf der Couch eingeschlafen sein, dann viel Spaß beim Katzensabber entfernen… 😀 ).

Finja, auch ganz liebevoll „Fetti“ genannt, ist unsere Prinzessin auf der Erbse. Fremde Menschen sind grundsätzlich doof und werden ordentlich angefaucht, das Lieblingsspielzeug fliegt oft meterweit durch die Luft und vor dem Schlafen wird jede Decke in Reichweite fein säuberlich über den pelzigen Hintern gezogen.

Was beide gemeinsam haben ist die unbändige Leidenschaft, jede Art von Hausputz zu boykottieren.

Frisch geputzt? Egal, ich latsch zwanzig Mal über das feuchte Laminat und schleppe Katzenstreu einmal quer durch die komplette Bude.

Teppiche frischgewaschen? Kein Ding. Ich kotz da einfach mal drauf, hab es extra für den Moment zurückgehalten. Keine Teppiche da? Ich nehm auch gern den Sessel. Hauptsache schön warm unterm Hintern und du regst dich so lustig auf…

Du willst gleich kochen? Ich helf dir und fresse schonmal die fleischige Beilage. Guck mal, musste nicht mehr anbraten. Haste wieder Arbeit gespart. Ist doch toll!

Du suchst deine Haargummis? Ich weiß wo die sind. Aber ich sags dir nicht, damit du dich irgendwann mal richtig freust wenn du sie hinterm Klavier links findest. Ausserdem fliegen die so schön…

Du hast neue Pflanzen auf der Fensterbank? Nicht mehr lange. Ich puschel da einfach mal vorbei, reiße mit meinem pelzigen Hintern alles von der Fensterbank und gucke ganz erschrocken. Zimmerpflanzen werden eh überbewertet…

Wahrscheinlich weiß jeder Katzenbesitzer was ich sagen möchte. So lieb ich die beiden auch habe, manchmal könnte ich echt… 😉

 

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