Totgeglaubte leben länger…

oder: Dich gibts ja auch noch! Der Gatte stöberte grade in seinem uralten, verschollenen Twitteraccount und stellte erstaunt fest: Ach krass, du hast ja auch noch einen Account!

Ich: Ach echt? Keine Ahnung…

Der Gatte: Ja guck mal, du hast sogar nen Blog!

Ich: Hmmm, kann sein. Weiss nicht…Echt?

Jaaa, da war doch mal was. Drei Jahre ist mein letzter Eintrag nun her, drei Jahre in denen sooo viel passiert ist.

Vielleicht ist es jetzt an der Zeit diesen Blog mal wiederzubeleben. Also auf ein neues ihr Lieben, schön euch zu sehen! 😊

Herzensangelegenheiten

Seit Erscheinen des Albums „Nerissimo“ von Teho Teardo & Blixa Bargeld hat es mir ein Lied besonders angetan. „Ich bin dabei“- ein Song der mir für den Moment aus der Seele spricht. In den letzten Monaten habe ich mich wieder zunehmend in der Dunkelheit verloren und ich bin verzweifelt auf der Suche nach mir selbst. Dieser Zustand hat dazu geführt dass ich am Jahresbeginn mit einer Therapie begonnen habe um diesem inneren Nichts etwas Handfestes entgegenzusetzen und mich nicht vollends zu verlieren. Daher hat dieses Lied eine ganz, ganz besondere Bedeutung für mich.

Um nicht komplett verrückt zu werden bei dem ganzen „Kopfchaos“, tobe ich mich „kreativ“ aus. Diverse Zettelhalter, der frischgestrichene Flur, ein Türvorhang und ein ganz besonderes Bild sowie viel Kleinkram sind so entstanden.

 

Hier in diesem Beitrag geht es primär um das Bild, meine eigene Interpretation, angelehnt an den Song.

Ich bin ja jetzt nicht die Überkünstlerin und der ein oder andere wird sich sicherlich ob meiner „Technikfehler“ schieflachen, aber mir gefällts. Weil es eben ganz eigen ist und (m)eine Geschichte erzählt.

Ich habe aus Modelliermasse ein menschliches Herz geformt, aus Draht und Modelliermasse eine Hand die (hilfesuchend) aus eben diesem Herz ragt. Der „Frühlingswagen“ der zu dem dunklen Herz gezogen wird, ist bewusst „bunter und kitschiger“ gehalten, wobei es mir wichtig war, dass es nicht zu bunt ist. Also habe ich mit Heisskleber Stoffrosen und Metallkugeln draufgeklebt.Die Farben sind schnöde Acrylfarben…

 

Kommendes und Vergangenes (Konzerte)

Seit 2014 waren der Göttergatte und ich schon auf einigen Konzerten zu finden, von einschlägigen Partys mal gar nicht zu sprechen.

Wie ich ja schon beim Gothic Friday ansprach nahm ich von Mai 2013 bis 2014 knapp 60kg ab. Nicht mit Zaubermittelchen oder irgendwelchen OP´s, sondern einfach mit viel Sport und kompletter Ernährungsumstellung (wenig Kohlenhydrate, viel Protein & Fette, max. 80% der empfohlenen kcal. am Tag) und aus der Angst heraus, eines Tages nicht mehr aufzuwachen. Vom grenzenlosen Ekel vor dem eigenen Körper mal gar nicht zu sprechen.

Und mit jedem Kilo dass ich hinter mir ließ, nahm ich auch wieder mehr am „schwarzen Party/Konzertleben“ teil.

Hier schonmal eine kleine Auswahl seit 2014:

  • 2x And One
  • Amphi 2014
  • 3x Chameleons
  • Yann Tiersen
  • Phillip Boa
  • Atomic Neon/ Love´s Labour´s
  • Dark Kasperle
  • Razzia
  • Fliehende Stürme
  • Sisters

Dieses Jahr folgen dann noch:

  • Teho Teardo & Blixa Bargeld 😍
  • Lizzie and the Banshees
  • Schonwald / Bleib Modern / Whispering Sons
  • EX-RZ (ExRed Zebra) & Lotus Feed
  • Dead Kennedys (??)
  • The Mission
  • Phillip Boa

Und ich freu mich jetzt schon riesig… 🙂 ❤️‍

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Kommunikationsproblem

Das Kind fragte mich gestern, ob er an meinem Laptop „Minecraft“ spielen dürfe.
„Japp, du musst aber vorher die offenen Fenster schließen.“
Daraufhin schließt er die gekippten Fenster im Wohnzimmer. Auf die Frage was er da macht, kam: „Du hast doch gesagt ich soll die offenen Fenster schließen…“
„Ja, aber doch nicht DIE Fenster…“

In dem Moment hat er dann von selbst gerallt was ich wollte… Erinnerte mich irgendwie an   DIE Radiowerbung. 😀

Endstation

Immer wenn ich etwas plane, schaffe ich es innerhalb kürzester Zeit genau diesen Plan umzuschmeißen und stehe dann völlig planlos auf dem Abstellgleis. Das trifft den Nagel, bezogen auf das, was ich neulich wieder angestellt habe, auf den Kopf.

Geplant war: Ich fahre Samstags zu einer Freundin und wir machen nen schicken Mädelsabend. Also rein in den Bus, Musik an. Rechtzeitig aussteigen nicht vergessen. An der richtigen Haltestelle wieder raus und rein in die Strassenbahn. Sitzplatz ist erobert, also Handy raus, Musik lauter und kurz whatsappen dass ich bald da bin.

Eine Haltestelle später ruckelt es gewaltig in der Bahn, ich schaue auf und hoppla: Die komplette Bahn ist leer und ich stehe irgendwo im Nichts auf dem Abstellgleis. DAS ist mir auch noch nicht passiert. Leichte Panik macht sich breit. Und nu?

Also aufgestanden Richtung Tür, zum Glück kam grade ein Mitarbeiter vorbei und begrüßte mich grinsend mit den Worten: Na, Haltestelle verschlafen? Jap, so ungefähr.

Auf dem Weg an der Bahn vorbei Richtung Strasse hat der gute Mann natürlich jedem vorbeikommenden Mitarbeiter freudestrahlend erzählt, das „die junge Dame hier (Fingerzeig auf mich) die Haltestelle verpennt hat“. Ich habs charmant weggelächelt und das einzige was mir einfiel war: „Einmal Abstellgleis stand auf meiner To do Liste halt schon immer ganz oben“.

Also stiefelte ich bepackt mit meinen sieben Sachen durch Sonnenblumenfelder und über Schotterwege in der brütenden Hitze zurück zur letzten Haltestelle. Hat ja auch was, wer kann von sich schon behaupten, mal auf dem Abstellgleis gelandet zu sein… 😀

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Alles neu macht der Mai…

Jahaaaa, die, die mich kennen, werden jetzt sicherlich genervt mit den Augen rollen und sagen: Och nöööö… Nicht schon wieder!

Aber ich habs getan. Mal wieder. 😀 Nein, damit meine ich nicht, dass ich kleine Kinder gefressen oder rechtsdrehend meinen Namen im Mondlicht am Freitag den 13. getanzt habe, sondern ich habe (mal wieder) renoviert.

Alte Tapete runter, Wand verspachtelt, Tiefengrund drauf und neu gestrichen. Und wo ich eh schon dabei war, ist nun auch unser Schuhschrank dank Acrylfarbe einheitlich (mit der Kommode) angepinselt worden.

Im gleichen Atemzug hat das Kind direkt mal Nachhilfe in Sachen „Wie bekomme ich festgepappte Tapete von der Wand?“ und „Wofür ist eigentlich Tiefengrund?“ bekommen.Geworden ist´s ein Bordeuxrot und eine Wand in Grau.

Und endlich, endlich haben meine Schmetterlinge und Fledermäuse auch einen würdevollen Platz gefunden. Zuvor lagen sie nämlich, dank fehlendem Platz an der Wand, traurig in der Schublade rum.

Ein Blumenkübel wurde dan Acrylfarbe passend zur Kommode als Schirmständer umfunktioniert und selbst dem Gatten, der vorher ein wenig skeptisch über die massive Fledermausinvasion war, gefällt es. Klassenziel erreicht. 😀

Gothic Friday 2016: Schwarz wie Ebenholz und weiß wie Schnee

 

Hah, tolles und für mich sehr sensibles Thema, denn dafür muss ich ganz tief in die „Damals-Kiste“ reingreifen um ein zusammenhängendes-verständliches Ganzes zu schaffen.

Hier der Link: http://www.spontis.de/schwarze-szene/gothic-friday/mai-schwarz-wie-ebenholz-und-weiss-wie-schnee/

Also damals:

2001 bin ich mit 17 von zu Hause ausgezogen. Mein Elternhaus war so, wie man es niemandem wünscht: Geprägt von Angst, Gewalt und vielen, vielen Tränen. Über viele Umwege verschlug es mich in eine Wohngruppe für Jugendliche. Dank Antidepressiva und weiteren Medikamenten nahm ich damals innerhalb kürzester Zeit 40 kg + zu, nach meiner Schwangerschaft 2005 kamen noch x Kilo drauf. In der Zeit zog ich mich heftig zurück, versuchte zwanghaft „normal“ zu sein um nicht aufzufallen. Im Nachhinein echt zum Lachen. Denn mit DER Gewichtsklasse fiel ich definitiv auf, da hätte ich anziehen können was ich wollte.

2013 krempelte ich mein Leben komplett um nachdem die Angst, eines Tages nicht mehr aufzuwachen, Überhand nahm. Innerhalb eines Jahres nahm ich mit Sport und Ernährungsumstellung knapp 60kg ab. Dieses Hochgefühl, endlich wieder das tragen zu können, was ich wollte und nicht nur das was mir passte, war umwerfend. Innerhalb kürzester Zeit wurde mein Kleiderschrank wieder komplett schwarz, die Haare experimenteller, die Schminke und ich auffälliger. Ich war endlich angekommen. Stundenlanges Tanzen auf einschlägigen Partys und Konzerten rundeten die ganze Sache noch ab.

Ein Freund sagte noch vor kurzem zu mir: „Anna, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich hab dir das nie gesagt, aber: Als ich dich damals kennengelernt habe (2011?), hat mich unsere erste Begegnung wahnsinnig erschüttert. Du hast auf dem Balkon gesessen und Musik gehört, und diese wahnsinnige Traurigkeit die du ausgestrahlt hast war schwer zu ertragen. Du hast so schrecklich traurig ausgesehen… Das ging mir wahnsinnig nahe!“

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Die Traurigkeit beruhte darauf, nicht so sein zu können (einfach aus der persönlichen Hemmung heraus), wie ich wollte. Alles das änderte sich ab 2014 schlagartig und ich konnte endlich sagen: Scheiß drauf was andere sagen!

Nun muss ich gestehen, dass doch wieder knapp 20kg drauf sind, einfach weil ich wieder wenig Sport gemacht habe und die Ernährung schleifen ließ. Aber ich bin , für mich, immer noch gefühlte Lichtjahre von meinem Ausgangsgewicht entfernt (& arbeite wieder fleißig am Abwurf der Kilotierchen). Trotzdem stehe ich immer noch Stunden auf der Tanzfläche und therapiere mich regelrecht selbst. Ja, ich weiß dass ich zuviele Kilos hab, aber ganz ehrlich: Ich lasse mir nichts mehr verbieten oder mies machen!

Hier also ein paar Impressionen die ich grade so zusammengesucht habe.

I: Zerstörung mit Stil

Ich liebe abgerockte Strumpfhosen: Je zerfetzter, desto besser. Super hinzubekommen mit Schmiergelpapier, Nagelfeile, Nagelclipser, Rasierklinge und allem was zerstört.

II: Schminketechnisch hau ich gerne mal in den Kasten. Leider steht mir sehr helle/weiße „Grundierung“ nicht. Damit sehe ich aus wie ein dicker, weißer Mond. Daher beschränke ich mich auf das, was zu meinem Hautton passt:

Meine „Renovierungskiste“…

III: Gut. Zur Haarfarbe und Frisur muss ich wohl nicht viel sagen. 2013 gingen mir die Haare noch bis zur Hüfte, ab Sept.13 wurden sie in einer Nacht und Nebelaktion schrittweise immer kürzer. Insgesamt 3 Mal, bis sie etwa schulterlang waren. Mitte 2014 ließ ich sie dann radikal kurz bis über die Ohren abschneiden. Mittlerweile sind sie wieder schulterlang. An Haarfarben war bis auf Blau und Grün alles dabei, was die Farbkiste so hergab. Rot, Pink, Schwarz, Rosa, Kupfer und co. Hier schonmal beschrieben:

Haariges Allerlei

IV: Klamottenmäßig bin ich tagsüber „praktisch-schwarz“ und feiermäßig „gefälltmir-schwarz“ unterwegs.

 

V: Was nie fehlen darf ist „duftendes“: Ich liebe Patchouli (mein Sohn und meine „Omis“ stehen da übrigens auch drauf) in allen Varianten. Meist mische ich mir mit unterschiedlichen Körperölen selber meine „Duftmischung“ an. Und die Parfums von „Dita von Teese“, vor allem das „Rouge“. Da könnte ich täglich drin baden:

 

VI: Nagellack trage ich selten, weil einfach zu unpraktisch für die Arbeit, Schmuck aber täglich.CAM00823

Meine Inspiration ist alles, was gefällt. Ich versuche allerdings schon, mich meinem Gewicht passend anzuziehen. Mir würde es zum Beispiel nicht in den Sinn kommen, mit Ultramini durch die Gegend zu zockeln – einfach weil es nicht schön wäre. Und ja, ich darf das sagen: Ich bin nämlich auch dick. Es gibt soviele andere Möglichkeiten sich hübsch zu machen, auch mit mehr Kilos auf den Rippen. Da muss es nicht unbedingt nach dem „Weniger ist mehr“ Prinzip sein…

Letztendlich denke ich, jeder soll und kann und darf das anziehen wonach ihm ist. Denn es liegt schließlich in der eigenen Verantwortung, das Beste aus seinem Typ herauszuholen, und solange man sich damit wohl fühlt, bitte.

Und immer daran denken:

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(Fundstück auf einem Chameleons Konzert in der Damentoilette)

Das brandneue Testament

Ich stehe ja total auf garstige Filme. „Das brandneue Testament“ gehört für mich definitiv in diese Kategorie und ist auf jeden Fall einen Filmabend wert.

Ein cholerischer Gott, dem nichts mehr Freude bereitet als die Menschen zu tyrannisieren, lebt mit Frau und Tochter in Brüssel. Nachdem das Kind heimlich in das Büro des Vaters einbricht und für ordentlich Chaos in der Menschenwelt sorgt, flüchtet sie durch einen Geheimgang in genau diese um ihre „Apostel“ zu finden.

Ich möchte nicht zu viel verraten, daher belasse ich die Filmbeschreibung dabei und gehe nicht mehr ins Detail. Mir hat der Film wahnsinnig Spaß gemacht und ist für mich eine DER Perlen die man gesehen haben sollte.

Immer wenn ich jetzt an der Supermarktkasse stehe und die Schlange an der Kasse neben meiner in Rekordzeit abgearbeitet wird, während ich mir die Beine in den Bauch warte, nehme ich es mit Humor und weiß nun auch, woran das liegt.

Dabei fällt mir ein: Ich sollte mal wieder eine Waschmaschine auf Feinwäsche/40Grad waschen… 😉

Frühlingserwachen

Ich mag den Frühling ja. Solange es nicht zu warm ist oder diese kleinen Pollenbiester durch die Gegend fliegen, die sorgen nämlich leider regelmäßig für dicke Augen, miese Stimmung und feinste Niesanfälle.

Obwohl der Herbst und auch der Winter meine absoluten Favourites sind, finde ich es toll, der Natur beim Erwachen zuzuschauen. Daher hier einfach nur ein paar Fotos die ich auf dem Weg zur Arbeit zwischen Tür und Angel geschossen habe:

 

Tierisches

Da isses wieder, das Internet. Okay, wir sind schon etwas länger wieder www-fähig, aber wie das so ist: Gefühlt gibt es immer drölfzigtausend Dinge die „Hier“ schreien, wenn man sich grade gemütlich mit ner Tasse Kaffee vor den Schlepptop setzt.

Unsere tierischen Mitbewohner zum Beispiel, denn da wären:

Unsere Katzendamen Finja (sibirische Waldkatzenmix, schwarz, 8 Jahre) und ihre Mutter Abahachi (sibirische Waldkatze, getigert, ca. 15 Jahre alt). Abahachi gehörte ursprünglich einer Nachbarin, entschloss sich 2006 aber dort aus- und bei uns einzuziehen. Eines Abends stand sie vor unserer Balkontür und ging nicht mehr weg, wahrscheinlich war es ihr in ihrer Ursprungsfamilie mit 5 Kids und hyperaktivem Hund einfach zu trubelig. Also entschieden wir gemeinsam mit der Familie, das Tigertier bei uns wohnen zu lassen. Eine Entscheidung die ich nie bereut habe.

Nachdem sie uns im Dezember 2006 unkastriert entwischte, folgte im Februar 2007 eine pelzige, schwarze Überraschung im Flurschrank und damit auch Familienzuwachs.

Abahachi, auch genannt „Fressschnecke“ oder „Cevapcici“ (hier mal ein Dank an die Schwiegeromi, die uns minutenlang von Cevapcici erzählte die angeblich so laut miaut. Es dauerte bis wir darauf kamen, dass sie von „Abahachi“ spricht), ist mittlerweile, so vermute ich, leicht dement. Jeden Abend, wenn es dunkel ist und wir im Bett liegen geistert sie ein, zwei Minuten lang laut jaulend durch die Wohnung.

Nach einem (liebevoll) gebrüllten „Ruhe jetzt!“ herrscht dann aber meist wieder Ruhe. Sie steht total auf Schnürsenkel, Butter, Kartons, Laserpointer und am Ohrläppchen rumnuckeln (ich mag das nicht. Trotzdem schleicht sie sich häufig, natürlich ganz unauffällig, immer näher an das Ohr heran. Und sollte man auf der Couch eingeschlafen sein, dann viel Spaß beim Katzensabber entfernen… 😀 ).

Finja, auch ganz liebevoll „Fetti“ genannt, ist unsere Prinzessin auf der Erbse. Fremde Menschen sind grundsätzlich doof und werden ordentlich angefaucht, das Lieblingsspielzeug fliegt oft meterweit durch die Luft und vor dem Schlafen wird jede Decke in Reichweite fein säuberlich über den pelzigen Hintern gezogen.

Was beide gemeinsam haben ist die unbändige Leidenschaft, jede Art von Hausputz zu boykottieren.

Frisch geputzt? Egal, ich latsch zwanzig Mal über das feuchte Laminat und schleppe Katzenstreu einmal quer durch die komplette Bude.

Teppiche frischgewaschen? Kein Ding. Ich kotz da einfach mal drauf, hab es extra für den Moment zurückgehalten. Keine Teppiche da? Ich nehm auch gern den Sessel. Hauptsache schön warm unterm Hintern und du regst dich so lustig auf…

Du willst gleich kochen? Ich helf dir und fresse schonmal die fleischige Beilage. Guck mal, musste nicht mehr anbraten. Haste wieder Arbeit gespart. Ist doch toll!

Du suchst deine Haargummis? Ich weiß wo die sind. Aber ich sags dir nicht, damit du dich irgendwann mal richtig freust wenn du sie hinterm Klavier links findest. Ausserdem fliegen die so schön…

Du hast neue Pflanzen auf der Fensterbank? Nicht mehr lange. Ich puschel da einfach mal vorbei, reiße mit meinem pelzigen Hintern alles von der Fensterbank und gucke ganz erschrocken. Zimmerpflanzen werden eh überbewertet…

Wahrscheinlich weiß jeder Katzenbesitzer was ich sagen möchte. So lieb ich die beiden auch habe, manchmal könnte ich echt… 😉